April
30th 2008
Biography

Posted under Nopedose

Die Geschichte von Nopedose begann mit einem Grillabend im Freundeskreis im April 2003. Heiko, der Schlagzeug spielte, schlug mir vor, uns mal zum jammen zu treffen. Ein paar Tage später fanden wir uns in Heikos Keller ein und spielten uns irgendeinen stumpfen Krachsalat zusammen. Die Band war geboren. Nur etwas fehlte uns noch: Ein Bassist. Kurzerhand stieß ein Freund von uns zur Band. Der hatte zwar keinerlei Erfahrung am Bass, aber wir waren guter Dinge und haben ihm einen Billig-Bass übers Internet bestellt und ein Lehrbuch gekauft. Bereits ein paar Tage später spielten Heiko und ich ohne unseren Bassisten ein kleines (nicht allzu qualitativ hochwertiges) Konzert in der Garage eines Freundes. Einen Monat später saßen wir Drei in einer Wadersloher Kneipe und dachten über einen Bandnamen nach. Nach diversen Getränken entschieden wir uns zunächst, die Band „Nasty Circus“ zu taufen. Nach nur einem Auftritt mit unserem ersten Bassisten (der sogar zwei Lieder komplett mitspielte), entschied dieser sich, seinen Job als Bassmann aufgrund fehlenden Interesses zu quittieren. Zu Heikos Vorteil, denn so brauchte er nicht mehr überlegen, wie man ihm am besten erklärt, dass Bass spielen nicht unbedingt seine Berufung ist.

Ein neuer Bassist musste her. Ein Bekannter von Heiko schlug Lars Richter vor, den Heiko bereits aus früheren Zeiten kannte. Nach einigen Proben stand die endgültige Besetzung der Band nun fest. Den ersten gemeinsamen Auftritt absolvierten wir im November 2003 auf Hof Lange in Liesborn. Ein Abend, wie kaum ein Anderer. Das unvergessliche, erste Band-Highlight. Das Konzert gestaltete sich wenig spektakulär. Schlechter Sound, mäßig begabte Kapelle und nicht zuletzt ein gutes Bündel an Songs, die wir uns lieber hätten sparen sollen. Trotzdem wurde jedes nur denkbare Klischee erfüllt (drei mal Polizeibesuch, eine Elektro-Installation wurde aus einer Scheune gerissen, überschwemmtes Damenklo, zerschlagene Kinderwagen auf dem Hof, mit Edding zugekritzelte Männerhinterteile, etc.). So schnell sollte dieser Abend nicht zu toppen sein.

Diverse öffentliche, sowie private Konzerte folgten. Im Juni 2004 spielten wir unser erstes Festival in Wickede an der Ruhr. Ein großartiges Gefühl, zum ersten Mal auf größerer Bühne mit richtig guter Anlage zu spielen. In etwa so, wie sich ein 6-jähriger unterm Weihnachtsbaum fühlen muss, wenn er seine Geschenke auspackt. Dieser Auftritt machte uns optimistischer und selbstsicherer, da wir vor komplett fremdem Publikum spielten. Keine Freunde, keine Bekannten. Ein Gefühl, dass uns bis heute nur noch ein einziges Mal genommen wurde: beim Support-Gig für Devastated im Lippstädter Don Quijote am 17.06.04. Zwar prallten diverse, kritische Gästebucheinträge mehr oder weniger an uns ab, dennoch mussten wir uns eingestehen, dass da jede Menge schief gelaufen war: Miserabler Sound, der veranlasste, dass ich das Schlagzeug fast nie gehört habe und eine Band, die meinte, sich permanent verspielen zu müssen.

Im Jahr 2005 begannen wir, ein paar neue Songs zu schreiben. Zusammen mit den Jungs von Bottleneck aus Rietberg spielten wir auf einigen Festivals, unter anderem bei einem Benefiz-Gig zugunsten der Flutopfer in Südostasien im Februar in Rietberg und beim Gütersloher Rockfestival „Rock den Turm“ im September 2005. Im Juli diesen Jahres beschlossen wir nach langem Hin und Her, unseren Bandnamen zu ändern, da uns der Name „Nasty Circus“ offenkundig zu blöd geworden war. Deshalb kamen wir im Juli erneut in die oben erwähnte Kneipe, um eine Entscheidung zu fällen. Der Name „Nopedose“ gefiel uns gut, und da uns auch nichts großartig Besseres einfallen wollte, beließen wir es dabei. Endgültig.

Schon zu Anfang des Jahres 2005 beschlossen wir, einige unserer Songs im Studio für eine EP aufzunehmen. Durch Kontakte seitens Heiko gingen wir im Juni und Juli ins Lippstädter Wellenklang-Studio (seltsamer Name, ich weiß…), um die Aufnahmen für die EP in Angriff zu nehmen. Die Aufnahmen selbst liefen äußerst reibungslos und gingen für unsere Verhältnisse recht schnell über die Bühne. Als problematisch gestalteten sich erst das Abmischen und Mastern. Nach langem Herumwerkeln erschien die „Cute Gift“- EP am 2. Dezember 2005. Im Nachhinein denke ich, dass man der CD ab und an schon anhört, dass wir zum ersten Mal im Studio waren und dass die Songs zu teilweise sehr unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind. Das unserer Meinung nach größte Manko der Platte waren nicht die Songs an sich, sondern mein teils schnöselig-ausdrucksloser Gesang und das oft zu laut gemischte, laff und künstlich klingende Schlagzeug, was wir beim Mastern natürlich nicht mehr geradebiegen konnten. Doch die Zeit im Studio war unglaublich nett und sehr wertvoll. Keine verschenkte Zeit, denn irgendwann ist immer das erste Mal und schließlich haben wir irgendwann festgestellt, welche Schwächen es noch auszumerzen galt. Aufgrund dieser Erfahrung werden wir mit den nächsten Aufnahmen, die hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, ordentlich einen draufsetzen können.

Das Jahr 2006 gestaltete sich relativ unspektakulär. Wir richteten uns einen neuen Proberaum ein und spielten einige, wenige Konzerte, u.a. zum zweiten Mal auf dem “On The Deck”- Festival in Wickede, das seit vielen Jahren als Band-Contest ausgelegt ist. Obwohl wir von solchen Wettbewerbs-Veranstaltungen überhaupt nichts halten, wollten wir aufgrund der Erinnerungen an das letzte Mal, dort nochmal spielen. Einfach nur spielen. Überraschenderweise sahen das die meisten anderen Bands genau so: Scheiß auf den Contest! Rauf da und Krach machen! Besonders der Rest des Tages und der Nacht bietet Stoff für zahlreiche und zitatreiche Geschichten. Es folgten ein paar Konzerte im Raum Lippstadt und Gütersloh.

Das Jahr 2007 gestaltete sich in Sachen Gigs spielen als das bislang ereignisreichste seit Bandgründung. Die 2007-Tour reihte permanent Festival- und Headliner-Konzerte aneinander. Zwei ganz besondere Stationen waren hierbei unser selbst veranstaltetes Festival “Burk Hard Rock” im Wadersloher Stellwerk und ein Auftritt im MTC in Köln, wo wir das Konzert komplett mitschneiden ließen, um später einige Live-Aufnahmen veröffentlichen zu können.

Ende Januar 2008 verschlug es uns zum zweiten Mal ins Studio. Zwei Wochenendtage nisteten wir uns im schwer gemütlichen Sound-Pool-Studio in Warendorf ein. Eine super Atmosphäre, ein tolles Team und eine vollkommen lockere Arbeitsweise, so könnte man es treffend beschreiben. Die Aufnahmen liefen reibungslos und gerade die Tatsache, dass wir diesmal wesentlich spontaner im Aufnahmeprozess waren (zwei Songs sind mehr oder weniger erst im Studio entstanden), hat gezeigt, dass wir unter diesen Umständen eine wesentlich bessere, kraftvollere Platte machen konnten. Was natürlich auch sein musste, schließlich ging es nach einem halben Desaster wie “Cute Gift” darum, einiges wieder gerade zu biegen. So entstanden an diesen zwei Tagen fünf Songs, die im Laufe des Februars gemischt wurden. Die Songs sollten nun in Form einer neuen EP veröffentlicht werden. Im März 2008 waren wir zu Gast in der Live-Sendung “In:takt Spezial” des Bielefelder Campus-Radios “Hertz 87,9″, wo zum ersten Mal neue Songs von uns präsentiert wurden. Kurz darauf lief unser Song “Down My Crown” drei Wochen lang auf Dauerrotation auf “Hertz 87,9″.

Und nun ist es soweit! Unsere neue EP “Burning Beds” ist fertig und wird am 2. Mai das Licht der Welt erblicken! Bestückt mit 5 wunderbaren Studiosongs und zwei Live-Bonustracks vom Auftritt im Kölner MTC, ein rundum schönes Paket. Glücklich und zufrieden, so könnte man den jetzigen Zustand unserer kleien Musikkapelle nennen und jetzt geht es nur noch um eins: “Burning Beds” in die Köpfe der Menschheit und vor allem auf die Bühnenbretter der Nation zu bringen! Also haltet die Augen auf! Nopedose ziehen wieder los…

Michael

Nopdeosev.l.n.r. Michael Westbomke, Heiko Spaniel, Lars Richter

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